Iaidokai

IAIDOKAI Offenburg


» Bonsai - Workshop«


Erste Erklärungen

Manfred erklärte zuerst das notwendige »Werkzeug«


Einkürzen der Pfahlwurzel

Das Einkürzen der Pfahlwurzel


Eintopfen

Bonsai ... der Baum in der Schale


Ausrichten des Arrangements

So sollte das Arrangement aussehen


Geschäftiges Arbeiten

Alle machen sich fleißig an die Arbeit


Konzentration beim Ausrichten

Xaver ist ganz konzentriert bei der Sache


Fränk & Manuel

»So stell' ich mir's vor!«


Manfred Roth

Experte in Sachen Bonsai: Manfred Roth aus Oppenau


Fränk beim Eintopfen

Bonsai-Kunst ist ganz schön anstrengend!


Drahtarbeiten

Den Draht um den Ast wickeln, oder umgekehrt?!





Bonsai-Workshop-Teilnehmer

Die Workshop-Teilnehmer sind stolz auf ihre Bonsai

 

Die Geschichte des Bonsai

Die heute weltweit geschätzte Kunst des Bonsai, des »Baumes in der Schale«, ist wohl chinesischen Ursprungs. Seit dem 11. Jahrhundert ist sie auch in Japan
belegt. Der Zen-Buddhismus hat sie grundlegend geprägt. Aus Samen oder Stecklingen be-sonders geeigneter Pflanzen wie Wachol-der, Kiefer, Fichte, Sicheltanne, mehre-
ren Ahorn-Arten u. a. werden durch Be-schneiden von Trieben und Wurzeln, durch Biegen der Äste mittels Draht und durch wohldosierte Nahrungszufuhr in nur wenig Erdreich Miniaturbäume von 20 bis 60 cm
Höhe gezogen. Schnittstellen müssen dabei so angebracht sein, dass sie vollkommen verwachsen und unsichtbar bleiben. Draht-bindungen werden nach einem Jahr gelöst, um das Einschneiden in die Rinde zu ver-
hindern. Unter der behutsamen Hand sei-nes Züchters wird der Bonsai in einer fla-chen Schale zu einem Kunstwerk, das in vollkommener Harmonie mit seiner Umge-bung, einer natürlichen Situation nach-
gestaltet ist.


Japanische Tradition

Im Laufe von Jahrzehnten entwickeln sich knorrige, verwachsene Gebilde ebenso, wie lichte Haine und zarte, blüten- und früch-tetragende Miniaturbäume, die wie ihre großen Vorbilder das Aussehen von Jahres-zeit zu Jahreszeit wechseln. Bonsai können mehrere hundert Jahre alt werden. Man zieht sie in fast jeder japanischen Familie und vererbt sie von Generation zu Genera-
tion.

Larix (jap. Lärche)


IAIDOKAI-Event-Highlight


Am Samstag, den 08. Oktober 2005 veran-
stalteten wir im Budo-Zentrum einen »Bon-sai-Workshop«. Unter der Anleitung von Manfred Roth aus Oppenau wollten wir eine ca. 8 Jahre alte »Larix« (jap. Lärche) ge-
stalten: topfen, schneiden und drahten.
Wer mehr zum genauen Ablauf des Work-
shops wissen möchte, kann sich hier die Ausschreibung als PDF-Datei herunter-laden.


Vorbereitungen

Manfred erklärte uns zunächst einmal das notwendige Werkzeug für den Bonsai: Ast- und Drahtschere, Wurzelkralle, Kupferdraht, Schale und Lehmerde (»akadama«). Jede
Bonsai-Pflanze wird über mehrere Jahre »geschult«. Das bedeutet, dass Jahr für Jahr die Pflanze ausgegraben wird, um die Pfahlwurzel ein Stück einzukürzen. Dadurch nähern sich die Haarwurzeln einer flacheren
Ebene unterhalb der Erdoberfläche die für das Eintopfen in eine Schale notwendig ist.


Erste Schritte

Als erstes haben wir dann den Wurzelballen ausgekratzt und die unteren Äste abge-schnitten. Die Zweit- und Drittpflanze wur-den nahe bei der Hauptpflanze platziert. Ein dicker Kupferdraht, der durch die Schalen-löcher gezogen wurde, diente als Ersatz
für die Pfahlwurzel. Mit ihm wurden die Pflanzen fest in der Schale verankert.


»Akadama« ... rote Lehmerde

Als geeigneter Nährboden für fast alle Bon-sai-Arten erweist sich das »akadama« ge-nannte, körnige Lehmgemisch, das wir anschließend zwischen die Bonsai-Wurzeln gefüllt und verdichtet haben. Ein ergiebi-
ges Angießen folgte und beendete damit die Eintopfarbeiten.


Bonsai-Theorie

Bevor wir mit der eigentlichen Gestaltung des Bonsai-Arrangements beginnen konn-ten, führte uns Manfred in die notwendige Theorie ein. Hier ging es zunächst um die Pflege des Bonsai, seine Überwinterung
und die Gestaltungsarten die alle in der Natur zu finden sind.

Prunus mahaleb


Ein Miniaturbaum entsteht ...


Die Gestaltung begann mit dem Formschnitt der Äste. Gegenüberliegende Äste wurden entfernt, die Gesamtform dem natürlichen Vorbild eines Baumes nachempfunden. Es
folgte der richtige Umgang mit dem Draht. Unterschiedliche Stärken für unterschied-liche Astdicken. Immer zwei Äste sollten gleichzeitig gedrahtet werden. Die Drähte sollten sich möglichst nicht überkreuzen.
Nach einem Jahr behält ein gedrahteter Ast seine Form. Der Draht muss daraufhin ent-fernt werden, damit er nicht in die Rinde einwächst.


Erste Erfolge

nach dem Eindrahten der unteren Ebenen zeigte uns Manfred, worauf wir beim Aus-richten achten müssen. Jeder Baum hat seine charakteristische Form. Die Äste unserer Lärche sollten - ganz nach dem natürlichen Vorbild - nach unten ausge-richtet werden.

 

Auskratzen der Wurzeln

Der Wurzelballen wird »ausgekratzt«


Äste einkürzen

Die unteren Äste werden abgeschnitten


Gespannte Aufmerksamkeit

Die Zweitpflanze wird vorbereitet


Akadama einfüllen

»Akadama« (rötliche Lehmerde) wird eingefüllt


Aussuchen der Rohware

Manuel und Fränk suchen die Rohware aus


Manfred & Joachim

Kritische Blicke überprüfen die Ausrichtung


Abermalige Eintopfhilfe

Manfred hilft bereitwillig den »Bonsai-Novizen«


Genaue Unterweisung

»Der Bonsai soll immer in Deine Richtung zeigen!«


Drahten der Äste

Die Gestaltung entsteht durch das »Drahten«


Bonsai-Schüler

»Ich bin mal gespannt, ob das klappt!«

Domo arigatô gozaimasu ... Bonsai-Gärtner

Herzlichen Dank an Manfred Roth für einen tollen Bonsai-Workshop, seine Geduld und
die Beantwortung von unzähligen Fragen. Wir können ihn als Bonsai-Experten bestens
weiter empfehlen. Alle Interessenten können sich gerne einmal durch die Homepage
der Bonsai-Stube Roth in Oppenau unter www.bonsai-roth.de klicken.

Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und wir werden unsere gestalteten Larix-Bonsai
in den kommenden Jahren hegen und pflegen.


MUKINSHORI & der kleine Eventplaner

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